Fotos: Antifaschistisch-internationalistischer Block auf der LL-Demo 2022

Antifaschistisch-internationalistischer Block auf der LL-Demo 2022

Am Sonntag, den 09. Januar 2022, gedachten in Berlin wieder Tausende den beiden von reaktionären Freikorps ermordeten Revolutionär*innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Auch in diesem Jahr haben wir wieder den Antifaschistisch-internationalistischer Block organisiert, an dem sich ca. 800 Menschen beteiligten und somit einen der größten Blöcke auf der Demonstration. Ein ausführlicher Bericht des Bündnisses folgt in kürze. Bis dahin dokumentieren wir an dieser Stelle Fotos von der Demo.

Mehr Infos: lldemo.fightandremember.org

Fotos von North-East Antifascists [NEA]:

Fotos 1-3: Antifa-Block auf der LL-Demo
Fotos 4-5: Gedenken am ehemaligen Revolutionsdenkmal
Fotos 6-8: Gedenken in Tiergarten (15.01.2022)


Fotos von PM Cheung Photography:

09.01.2022 – Berlin – Gedenken: Liebknecht Luxemburg Demonstration 2022

Am 09.01.2022 haben in Berlin mehrere tausend Menschen an die Ermordung der Sozialistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 103 Jahren erinnert. Rechte Freikorps-Soldaten hatten Luxemburg und Liebknecht am 15. Januar 1919 in Berlin ermordet. Seitdem versammeln sich an jedem zweiten Januarwochenende abertausende Menschen auf der Gedenkstätte auf dem Berliner Friedhof Friedrichsfelde, um Kränze und rote Nelken niederzulegen. Zu der Veranstaltung auf der Gedenkstätte der Sozialisten hatte die Linkspartei aufgerufen. Während im vergangenen Jahr die Gedenkveranstaltung auf dem Zentralfriedhof in den März verschoben wurde, fand sie dieses Mal wie gewohnt statt. Jedoch galt wegen der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht und ein Mindestabstand von 1,50 Metern.

Parallel zum stillen Gedenken fand auch eine Demonstration unter dem Motto „Luxemburg-Liebknecht-Demonstration 2022. Gegen imperialistische Kriege! Für Frieden und Völkerverständigung!“ statt. Zu dieser Demonstration hatte die „LL-Initiative“, einem Bündnis von linken Parteien, Organisationen, Initiativen und antifaschistischen Gruppen aufgerufen. An dieser Veranstaltung beteiligten sich über 3.000 Menschen. Beide Veranstaltungen verliefen friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

In Berlin sind am 09. Januar 2022 tausende Menschen auf die Straße gegangen, um an die vor 103 Jahren ermordeten KPD-Führer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu erinnern. Traditionell werden am zweiten Sonntag im Januar an der Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde Kränze und rote Nelken niedergelegt. Luxemburg und Liebknecht waren am 15. Januar 1919 hinterrücks von rechten Freikorps-Soldaten in Berlin erschossen worden, nachdem zuvor der von Liebknecht angeführte Spartakusaufstand blutig niedergeschlagen worden war. Dieser hatte einen Generalstreik ausgerufen und damit versucht, die aus der Novemberrevolution hervorgegangene sozialdemokratische Übergangsregierung abzusetzen.

Im Jahre 1987 wurde zudem ein Denkmal am Katharina-Heinroth-Ufer eingeweiht, seit September 2012 erinnert auch eine Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal zwischen Zoo und Tiergarten an die ermordete Kommunistin Rosa Luxemburg. Von der Brücke aus war die Leiche Luxemburgs am 15. Januar 1919 in den Landwehrkanal geworfen worden. An Karl Liebknecht erinnert eine Stele am Nordufer des Neuen Sees. An dessen Ufer war er von hinten aus nächster Nähe erschossen worden. Neben Liebknecht und Luxemburg werden unter anderem auch Franz Mehring, John Schehr, Ernst Thälmann sowie den Dichtern und Schriftstellern Erich Weinert, Friedrich Wolf und Willi Bredel gedacht.

Bereits am frühen Morgen fanden sich Spitzenpolitiker der Linkspartei auf der Gedenkstätte ein, um in Stillen zu gedenken. Unter ihnen befanden sich unter anderem Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler, die Bundesvorsitzenden der Partei, außerdem beteiligten sich Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler, die Landesvorsitzende Katina Schubert, die Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus, Anne Helm und Carsten Schatz sowie der Senator für Kultur und Europa, Klaus Lederer. Während im letzten Jahr die traditionelle Gedenkveranstaltung auf dem Zentralfriedhof in Friedrichsfelde vom Januar in den März verschoben wurde, konnte sie dieses Mal wie gewohnt stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie galt jedoch eine Maskenpflicht sowie einen Mindestabstand von 1,50 Metern.

Parallel zum stillen Gedenken in Friedrichsfelde fand auch in diesem Jahr die traditionelle Gedenkdemonstration statt. Über 3.000 Menschen beteiligten sich an dieser Demonstration, die am Frankfurter Tor startete. Von hier aus zogen die Teilnehmer:innen über die Frankfurter Allee nach Lichtenberg. Vor der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde, endet die Gedenkdemonstration. Zu dieser Demonstration hatte die sog. „LL-Initiative“, einem Bündnis von linken Parteien, Organisationen, Initiativen und antifaschistischen Gruppen aufgerufen.

Der Demonstrationszug war in zahlreichen Blöcke unterteilt. Der größte Demonstrationsblock stellte das „Fight & Remember!“-Bündnis, die unter anderem von Gruppen wie die „North-East Antifascists [NEA]“, die „Revolutionäre Perspektive Berlin“, die „Antifaschistische Jugend-Organisation Charlottenburg [F_AJOC]“ sowie der Initiative „Hände weg vom Wedding!“ gestützt wird. Unter dem Motto „Fight and Remember Dekolonisierung, Entmilitarisierung, Streik – für eine kämpferische Antwort auf jede Krise!“ stellte das Bündnis den antifaschistischen-internationalistischen Block auf der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration. Über 1.000 Personen beteiligten sich an dem Block.

Die diesjährige Luxemburg-Liebknecht-Gedenkdemonstration unter dem Motto „Luxemburg-Liebknecht-Demonstration 2022. Gegen imperialistische Kriege! Für Frieden und Völkerverständigung!“ stand auch in diesem Jahr im Zeichen der Corona-Pandemie.Der Protest richtete sich unter anderem gegen den Rechtsruck in der Politik und Gesellschaft, der Militarisierung und den damit verbundenen Bundeswehreinsätze, der NATO-Osterweiterung, Kapitalismus, autoritäre Krisenpolitik und Sozialabbau. Einige Teilnehmer:innen kritisierten auch die bestehenden Corona-Maßnahmen der Bundesregierung, da sie einzig allein die Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Interessen des Landes diene, jedoch nicht der Infektionsschutz der Bevölkerung. Lautstark forderten sie mehr Arbeitsschutz, gerechtere Bildung, die Stärkung des Gesundheitssystems sowie das Ende von Ausbeutung und miserablen Arbeitsbedingungen.

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Quelle: www.flickr.com/photos/pm_cheung/albums/72177720295839066


Fotos von Presseservice Rathenow:

2022.01.09 Berlin (Ost) – LL Demo #B0901

Quelle: www.flickr.com/photos/presseservice_rathenow/albums/72177720295866592


Fotos von PRESSCOV:

Leftist parties, organizations and autonomous groups of different countries gathered at Frankfurter Tor in Berlin. The Liebknecht-Luxemburg-Demonstration is an annual political demonstration in memory of the revolutionary socialists Karl Liebknecht and Rosa Luxemburg who were murdered on January 15, 1919. It takes place annually in Berlin around the date of her death, on the second weekend in January, and usually runs from the Frankfurter Tor to the Socialist Memorial at the Friedrichsfelde Central Cemetery.

Quelle: www.presscov.com/2022/01/09/liebknecht-luxemburg-demonstration-in-berlin-on-january-09-2022/


Weitere Fotos:

Quellen: Revolutionäre Perspektive Berlin, Hände weg vom Wedding!, re:volt magazine, Palästina Spricht #SaveSheikhJarrah, Freundeskreis Videoclips, RHEINMETALL ENTWAFFNEN, redmediakollektiv, Sofía Quesada & domi_the_socialist

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